Fit für 2025 – Herausforderungen des demografischen Wandels meistern
Hintergrund:
Die demografische Struktur der nordrhein-westfälischen Bevölkerung befindet sich seit Jahren in einem Wandel, der sich in der Zukunft weiter fortsetzen und an Intensität noch zunehmen wird. So wird die Bevölkerung insgesamt weniger, älter und der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte an der Gesamtbevölkerung steigt weiter.
Auch vor dem Erwerbskräftepotential macht diese Entwicklungen nicht halt. Bis zum Jahr 2030 wird die Gruppe der 20 – 65 Jährigen in Deutschland um 7,7 Millionen Menschen abnehmen. Darüber hinaus wird die Gesamtheit der verfügbaren Arbeitskräfte älter. Haben im Jahr 2006 in Deutschland noch 50 % der Menschen im erwerbsfähigen Alter der Gruppe der 30-49 Jährigen angehört, wird diese mittlere Altersgruppe Vorausberechnungen zur Folge im Jahr 2020 nur noch 42 % ausmachen. Die Gruppe der Älteren zwischen 50 und 64 Jahren steigt im gleichen Zeitraum von 30 auf etwa 40 % an (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Ungeachtet dessen wird sich auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, hervorgerufen durch die unterschiedlichen Bedürfnisse von jüngeren und älteren Menschen, in der Zukunft verändern.
Ziele:
Vor diesem Hintergrund hat der Westdeutsche Handwerkskammertag gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein von 2007 bis 2010 die Initiative »Fit für 2025 – Herausforderungen des demografischen Wandels meistern« durchgeführt. Das Ziel dabei war, die Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen rechtzeitig auf die Veränderungen einzustellen und für die damit einhergehenden Chancen und Risiken zu sensibilisieren. Aufbauend auf umfangreichen Analyseergebnissen wurden gemeinsam mit Fachleuten aus den Gewerben Handlungsempfehlungen für die Unternehmen erarbeitet.
Maßnahmen:
Exemplarisch für NRW wurden die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Bau- und Ausbauhandwerke der Region Niederrhein, die Gesundheitshandwerke im Ruhrgebiet und die produktionsintensiven Handwerke im Sauer- und Siegerland betrachtet. Hierbei standen einerseits die Auswirkungen für die Personalentwicklung, die Personalbeschaffung, die Arbeitsplatzgestaltung sowie das Arbeitsklima im Fokus der Betrachtung. Andererseits wurden die Effekte auf die Zielmärkte einhergehend mit veränderten Kundengruppen, unterschiedlichen Kundenbedürfnissen und einer veränderten Kundenansprache untersucht.
Ergebnis:
»Handlungsempfehlungen für Betriebe des Handwerks – Am Menschen« [PDF]
»Handlungsempfehlungen für Betriebe des Handwerks – Beim Kunden vor Ort« [PDF]
»Handlungsempfehlungen für Betriebe des Handwerks – In der Werkstatt« [PDF]
»Handlungsempfehlungen an Handwerksorganisationen und Politik« [PDF]
»PROJEKTLANDKARTE ZUM DEMOGRAFISCHEN WANDEL - Eine Zusammenstellung von Initiativen, Netzwerken, Studien und Projekten mit wirtschaftlichem Bezug« [PDF]
Förderung:
Die Initiative wurde finanziell unterstützt durch das Ministerium für Generation, Frauen, Familie und Integration des Landes NRW.

Projektpartner:
