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Nachhaltiges Wirtschaften im Handwerk

Umweltschutz hat sich bereits heute in vielen Betrieben als Unternehmensziel etabliert. Dass aktiver Umweltschutz auch dazu beitragen kann, die Betriebskosten erheblich zu reduzieren und die Gewinne zu steigern, zeigen verschiedene Konzepte »Nachhaltigen Wirtschaftens«.

Was bedeutet »Nachhaltiges Wirtschaften«?
Vereinfacht kann man sagen, durch »Nachhaltiges Wirtschaften« soll die gleiche Menge an Produkten und Dienstleistungen mit immer weniger Einsatz natürlicher Ressourcen hergestellt werden. Es geht also letztlich darum, wie man Kosten sparen und gleichzeitig zum Umweltschutz beitragen kann. Dabei werden sowohl die Produktionsprozesse, die Produkte aber auch die Arbeitsabläufe in die Überlegungen mit einbezogen.

Wo liegen die Chancen für das Handwerk?

Betriebskosten einsparen
Grundsätzlich gilt es, Emissionen, Abfall und Energieverbrauch durch technisch und organisatorisch optimierte Abläufe innerhalb der Produktion soweit als möglich zu verringern bzw. zu vermeiden.
Dabei können allein durch den sorgsamen Umgang mit Energieressourcen bereits erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. So kann z. B. bei Strom- und Heizungskosten häufig mit einfachen Maßnahmen, für die keine großen Investitionen getätigt werden müssen, viel Geld gespart werden.

Neue Geschäftsfelder erschließen
Zahlreiche Förderprogramme zur Wohnraum- und Gebäudesanierung, CO2-Minderung oder zur Förderung erneuerbarer Energien lassen den Einsatz regenerativer Energietechniken für Privathaushalte erschwinglich werden. Dadurch haben sich in den letzten Jahren auch dem Handwerk neue, zukunftsträchtige Märkte erschlossen.
So können z. B. Solaranlagen durch eine zunehmend industrielle Fertigung immer kostengünstiger angeboten werden. Darüber hinaus erschließen sich im Bereich der Heizungstechnik attraktive Geschäftsfelder für das Handwerk. So genannte Holzpelletanlagen sind bereits stark im Kommen; in den USA wird zur Zeit ein Brennstoffzellen-Heizgerät für den europäischen Markt getestet.


Der PIUS-Check
Die Effizienzagentur-NRW (EFA) bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen in Nordrhein-Westfalen den so genannten PIUS-Check an: Mit dem Check wird der gegenwärtige Verbrauch von Rohstoffen und Energie und der Stand der Technik innerhalb der Produktion erfasst und aufgezeigt, wo Einsparungen vorgenommen werden können. Bis zu 70% des Beraterhonorars (maximal 500 Euro netto pro Beratertag) werden dabei von der EFA übernommen. Darüber hinaus unterstützt die EFA die Betriebe durch die Vermittlung passender Förderprogramme für Maßnahmen im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes.


Offen für Neues...
In »Nachhaltigem Wirtschaften« stecken enorme Innovationspotentiale – seien auch Sie offen für Neues: Entdecken Sie, wie Kosten gespart, neue und vielleicht höhere Gewinne erzielt und wie Sie – ganz nebenbei –einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.

Weitere Informationen erhalten Sie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihrer zuständigen Handwerkskammer. Ihre/n Ansprechpartner/in finden Sie in unserer Datenbank »Ansprechpartner vor Ort«.

Unter dem Titel "Wissenslandkarte -- Berufsbildung für Nachhaltiges Wirtschaften im Handwerk" fassen die Autoren Herbert Klemisch und Ingo Rauhut die Projektergebnisse zusammen. Sie schildern unter anderem die Qualifizierungs- und Beratungskonzepte, die im Rahmen der Modellversuche erprobt wurden. Die Printversion ist erschienen in der Reihe "Schriften zur Nachhaltigen Unternehmensentwicklung, Bd, 9, 2009, im Rainer Hampp Verlag, www.hampp-verlag.de.

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