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Frauen als Gründerinnen

Mehr als jedes vierte Unternehmen wird in Deutschland inzwischen von einer Frau geführt – insgesamt gibt es mehr als 1 Million selbständiger Unternehmerinnen. Im Vergleich zu männlichen Gründern verzeichnen Existenzgründerinnen deutlich höhere Zuwachsraten.

Es ist vor allem das Streben nach Unabhängigkeit, das Frauen den Schritt in die Selbständigkeit wagen lässt. Insbesondere Frauen mit Familie eröffnen sich gute Chancen, nicht nur das Berufsleben in die eigenen Hände zu nehmen, sondern auch Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bringen. Instrumente wie Kleinst- oder Teilzeitgründungen, Gründungen in Etappen oder im Team bieten entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten.

Trotz der ermutigenden Entwicklung in den letzten Jahren stoßen gründungswillige Frauen immer wieder auf Hindernisse, denen ihre männlichen Kollegen weit weniger ausgesetzt sind:

Qualifizierung für berufliche Selbständigkeit
Untersuchungen zeigen, dass Frauen deutlich seltener einen Berufsweg einschlagen, der sie auf eine spätere Selbständigkeit vorbereitet. So absolvieren z.B. weit weniger Frauen eine Meister- oder Technikerausbildung als Männer. Zudem verfügen Frauen aufgrund beruflicher Fehlzeiten durch Familienpausen meistens über weniger berufliche Erfahrungen und Geschäftskontakte als Männer.

Finanzierung
Frauen steht häufig kein ausreichendes Startkapital zur Verfügung. Gründe hierfür sind nicht zuletzt fehlendes Einkommen, z.B. wenn die Frau während der Erziehungszeiten nicht berufstätig war oder aber nur über ein vergleichsweise geringes Einkommen verfügt. Fehlendes Eigenkapital und fehlende Sicherheiten führen wiederum dazu, dass Banken keinen Kredit gewähren, der für eine Unternehmensgründung benötigt wird.

Doppelbelastung Familie und Beruf
Viele Existenzgründerinnen müssen eine Doppelbelastung von Familie und Beruf meistern. Nur in den seltensten Fällen nimmt ihnen der (Lebens-)Partner Kinderbetreuung und Haushaltspflichten ab. Konsequenz ist, dass Gründerinnen sich nicht 100%-ig auf die Unternehmensgründung einlassen können, sondern auch Kinder, Partner und Haushalt in ihre Überlegungen mit einbeziehen müssen. Zudem gibt es für Selbständige keine Mutterschutzregeln, so dass auch hier entsprechend vorgesorgt werden muss.

Lassen Sie sich nicht entmutigen!
Trotz dieser Hürden, die Frauen zusätzlich zu den Belastungen nehmen müssen, die eine Unternehmensgründung ohnehin mit sich bringt, sollten Sie sich nicht entmutigen lassen! Es gibt vielfältige Unterstützungs- und Beratungsangebote:

Beratung
Bevor Sie erste Schritte in Richtung Selbständigkeit unternehmen, sollten Sie die umfangreichen Beratungsangebote der Handwerksorganisationen in Anspruch nehmen! Unsere Expertinnen und Experten stehen Ihnen mit ihrer langjährigen Erfahrung in jeder Phase der Gründung zur Seite. Dabei berücksichtigen sie nicht nur die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Existenzgründung, sondern behalten auch Ihre persönliche, familiäre und finanzielle Situation im Auge.

Qualifizierung
»Wissen ist Macht« – das trifft auch auf die Gründung eines Unternehmens zu. Neben aktuellem fachlichen Know-how sind fundierte betriebswirtschaftliche und Branchenkenntnisse unverzichtbar für einen erfolgreichen Start in die Selbständigkeit. Darüber hinaus gibt es spezielle Qualifizierungsangebote, z.B. für Berufsrückkehrerinnen.
Die Handwerksorganisationen bieten ein breit gefächertes Angebot an Lehrgängen und Seminaren und arbeiten gerne mit Ihnen ein maßgeschneidertes Bildungsprogramm aus.

Finanzierung
Eine gesicherte Finanzierung ist die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen. Wir arbeiten einen detaillierten Finanzierungsplan mit Ihnen aus und erschließen die passenden Fördertöpfe. So gibt es spezielle Förderprogramme der KfW-Mittelstandsbank für Kleinstgründungen wie das Mikrodarlehen oder Startgeld; das Land NRW bietet z.B. im Rahmen des Programms »Gründungs- und Wachstumsfinanzierung« (GuW) besonders günstige Konditionen für Frauen als Gründerinnen an.

Netzwerke
Netzwerke für Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen bieten – neben Informations- und Qualifikationsangeboten – die Möglichkeit, Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, Mentorinnen, Kooperationspartnerinnen und Kundinnen und Kunden zu finden. Damit schaffen Sie eine wertvolle Basis für Ihr Wirken als Unternehmerin. Eine Auflistung verschiedener Netzwerke finden Sie in unserer Linkliste.


Nutzen Sie auch die Erfahrung der Betriebsberaterinnen und -berater der Handwerkskammern. Sie geben Ihnen die nötige Starthilfe und stehen Ihnen vor, während und nach Ihrer Existenzgründung zur Seite. Ihre/n zuständige/n Ansprechpartner/in finden Sie in unserer Datenbank »Ansprechpartner vor Ort«.


Übrigens ...
... rein formal müssen Frauen dieselben Schritte in die Selbständigkeit gehen wie Männer. Hier weitere Informationen zur Existenzgründung im Handwerk:


Weiterführende Links im Internet:

 

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