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Mobilitätsberatung

Hintergrund:

Die demografische Struktur der nordrhein-westfälischen Bevölkerung befindet sich seit einigen Jahren in einem Wandel, der sich in der Zukunft weiter fortsetzen und an Intensität noch zunehmen wird. So wird die Bevölkerung insgesamt weniger, älter und der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte an der Gesamtbevölkerung steigt weiter.

Auch vor dem Erwerbskräftepotential macht diese Entwicklungen nicht halt. Bis zum Jahr 2030 wird die Gruppe der 20–65 Jährigen in Deutschland um 7,7 Millionen Menschen abnehmen. Darüber hinaus wird die Gesamtheit der verfügbaren Arbeitskräfte älter. Haben im Jahr 2006 in Deutschland noch 50% der Menschen im erwerbsfähigen Alter der Gruppe der 30–49 Jährigen angehört, wird diese mittlere Altersgruppe Vorausberechnungen zur Folge im Jahr 2020 nur noch 42% ausmachen. Die Gruppe der Älteren zwischen 50 und 64 Jahren steigt im gleichen Zeitraum von 30 auf etwa 40% an (Quelle: Statistisches Bundesamt).  

Ungeachtet dessen wird sich auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, hervorgerufen durch die unterschiedlichen Bedürfnisse von jüngeren und älteren Menschen, in der Zukunft verändern.

Ziele:

Durch die Mobilitätsberatung werden Handwerksbetriebe für grenzüberschreitende Mobilitätsmaßnahmen zu Lern- und Arbeitszwecken aufgeschlossen und die Schaffung einer „Mobilitätskultur“ weiter befördert. Die Einbindung von Auslandsaufenthalten in die handwerkliche Aus- und Weiterbildung bietet Betrieben die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit im gemeinsamen europäischen Wirtschaftssystem zu steigern. Mittels „auslandserfahrener“ Fach- und Führungskräfte können neue Märkte im Ausland erschlossen, aber auch der Service beim ortsansässigen Kundenstamm verbessert werden.

Ein weiterer Aspekt ist die Steigerung der Attraktivität einer handwerklichen Ausbildung durch das Angebot von Auslandspraktika. Betriebe können ihr Image als attraktiver Arbeitgeber verbessern und leistungsstarken Nachwuchs für die Zukunft sichern.

Maßnahmen:

Im Rahmen des Projektes werden Betriebe sowie auch Auszubildende, Gesellen, Ausbilder, handwerkliche Einrichtungen und Berufsschulen in den Handwerkskammerbezirken Dortmund und Südwestfalen von der Mobilitätsberaterin des WHKT über Vorteile und Fördermöglichkeiten von Auslandspraktika zu Lern- und Arbeitszwecken informiert und bei der Organisation von grenzüberschreitenden Mobilitätsmaßnahmen unterstützt.


Folgende Instrumente kommen bei der Mobilitätsberatung zum Einsatz:

  • Umfangreiches Informationsangebot durch den Online-Dienst www.letsgo-handwerk.de mit einer eigenen Förderprogrammdatenbank für alle Länder und Zielgruppen
  • individuelle Beratungen
  • Informationshotline zu „Kleinen Projekten“ im Europäischen Förderprogramm Leonardo da Vinci
  • Möglichkeit der Anforderung der Mobilitätsberaterin für Veranstaltungen
  • Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Mobilitätsprojekten
  • Informationen zu Fördermöglichkeiten von Auslandspraktika und vorbereitenden Besuchen zur Planung eines Austausches
  • Hilfe bei der Suche geeigneter Partnerbetriebe im Ausland
  • Unterstützung der Einführung der Zusatzqualifikation „Europaassistent/in im Handwerk“ in den Regionen
  • Aufschließung von Auszubildenden für Mobilitätsmaßnahmen in überbetrieblichen Bildungszentren
  • Realisierung von Mobilitätsmaßnahmen mit Auszubildenden als good-practice-Beispiele
  • Vernetzung der aktiven Akteure in den Regionen zur Nutzung von Synergieeffekten

 

Förderung:

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.



Ansprechpartner:

Westdeutscher Handwerkskammertag (WHKT)

Mobilitätsberaterin
Frau Daniela Bruchsteiner
Sternwartstraße 27–29
40223 Düsseldorf
Tel.: 0211/3007-704 | Fax: -900
E-Mail: daniela.bruchsteiner(at)handwerk-nrw.de