euregiofit – Fortschrittsbericht
Der Verlauf des Projektes »euregiofit« ist mittlerweile weit fortgeschritten. Die erste von zwei geplanten grenzüberschreitenden Austauschma ßnahmen wurde im November 2006 durchgeführt.
Dafür sind vier deutsche Auszubildende des Maler- und Lackiererhandwerks über die Grenze gegangen und haben für zwei Wochen in Roermond und Herten gearbeitet. Zeitgleich traten vier niederländische Lehrlinge des gleichen Fachbereichs in deutschen Malerbetrieben in Nettetal und Willich ihr Praktikum an.
Einhelliges Fazit aller Beteiligten: Ein Betriebspraktikum jenseits der Grenze bietet eine einmalige Erfahrung!
Besonders begeistert zeigten sie sich von der freundlichen Aufnahme in den Betrieben. »Die Arbeitsatmosphäre in den Niederlanden ist eine andere als in Deutschland – hier duzen sich alle, vom Auszubildenden bis zum Betriebsleiter. Diese Unkompliziertheit hat mir besonders gefallen« resümiert Markus. Roland erzählt: »Toll war auch, dass sich der Chef nach Feierabend noch Zeit genommen hat und mit uns essen oder etwas trinken gegangen ist.«
Die Erfahrungen beschränken sich aber bei weitem nicht auf nette Kollegen – auch die fachliche Bilanz fällt positiv aus. »Die Arbeit war sehr abwechslungsreich und umfasste einige Techniken, die wir in der deutschen Ausbildung nicht kennen gelernt hätten« bilanziert Anja.
Ähnliche Erfahrungen haben auch ihre niederländischen »Praktikantenkollegen« gemacht. »Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen in den Niederlanden ganz woanders als in Deutschland« erläutert etwa Kelly, der für zwei Wochen in Nettetal gearbeitet hat. Auch Maarten stellt fest: »In Deutschland gehören neben den üblichen Tätigkeiten wie schleifen, lackieren oder tapezieren auch Sachen wie Böden verlegen selbstverständlich dazu, wofür es bei uns wieder einen eigenen Ausbildungsberuf gibt.« Umgekehrt haben die deutschen Maler wenig Ahnung von der Arbeit mit Holz, worin die Niederländer echte Profis sind.
Es bietet sich also für beide Seiten die Gelegenheit, auch in bislang unbekannten Bereichen Kenntnisse zu erwerben und so später eine zusätzliche Qualifikation vorweisen zu können. Kein Wunder, dass alle besonders bestrebt waren, neue fachliche Einblicke in diesem Austausch zu gewinnen und so den eigenen »Marktwert« zu steigern. Denn die Praktikanten auf beiden Seiten können nun, nach ihrer Rückkehr in den Ausbildungsbetrieb, von ihren Erfahrungen berichten und ihren Meistern wertvolle Tipps über den Arbeitsmarkt im Nachbarland geben.
»Das hat mir im eigenen Betrieb Respekt eingebracht und mein Selbstbewusstsein natürlich gestärkt. Außerdem habe ich jetzt gesehen, dass der Arbeitsmarkt nicht zwangsläufig an der Grenze aufhört«, erläutert Daniel, »ich persönlich kann mir gut vorstellen, nach meiner Ausbildung einmal in den Niederlanden zu arbeiten.«
So ist es auch das Ziel von »euregiofit«, eine dauerhafte, grenzüberschreitende Datenbank zu etablieren, in der deutsche und niederländische Betriebe jungen Leuten Praktikumplätze jenseits der Grenze offerieren.
Wollen Sie selber an einem Austausch teilnehmen oder sich über das Netzwerk der Betriebe informieren? Dann melden Sie sich bei uns! Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie beim Westdeutschen Handwerkskammertag, Ansprechpartnerin: Alexandra Aulbach, Tel.: 0211/3007-721, Fax: 0211/3007-900,
E-Mail: alexandra.aulbach
Förderung:
Kofinanziert durch das EU-Programm INTERREG III A der euregio rhein-maas-nord sowie durch die Provinz Limburg und das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
DATENBANK:
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| euregiofit-Datenbank: Anmeldeformular [PDF] |
| euregiofit-database: aanmeldingsformulier [PDF] |
Fortschrittsberichte:
![]() |
| euregiofit-Fortschrittsbericht I >> |
| euregiofit-Fortschrittsbericht II >> |
Downloads zum Thema:
Weiterführende Links:
| www.euregio-rmn.de |


