Nr. 45/09: 26.11.2009
Handwerkerpreise weiter unter Druck - Handwerk ist kein Preistreiber
»Steigende Projektkosten bei Kommunen und Kreisen sind gesetzlich verursacht. Das Handwerk ist kein Preistreiber.« Damit reagiert Willy Hesse, Vizepräsident des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT), auf Presseberichte über angeblich explodierende Handwerkerpreise in der jüngsten Vergangenheit.
Zwar gebe es teilweise höhere Materialpreise, doch der größte Anteil an gestiegenen Projektkosten resultiere aus den gestiegenen Anforderungen an Energie einsparende Maßnahmen. Allein durch die seit Oktober gültigen Vorgaben der Energie Einsparverordnung EnEV sei bei Wärmedämmmaßnahmen die verlangte Dämmstärke um 50 % erhöht worden. »So etwas führt natürlich zu höheren Kosten. Die hat aber kein Handwerker zu verantworten.«
Auch die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Südwestfalen sprechen eine deutliche Sprache. Gerade am Bau waren die vergangenen Monate von einer dramatischen Preisentwicklung gekennzeichnet. Mit einem als ruinös zu bezeichnenden Anteil von fast 42 Prozent meldeten noch Ende September hier die Unternehmen regelrecht ein Einbrechen der Preise. Diese Entwicklung hält nun schon über Jahre hinweg an und gefährdet Betriebe und Beschäftigung. »Von einem Explodieren der Preise kann auf keinen Fall gesprochen werden«, so der Vizepräsident.
