Nr. 33/09: 08.09.2009
Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern in NRW: Wirtschaft benötigt Flächenreserven
Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen benötigt für die Weiterentwicklung der Industrie und des Gewerbes dringend weitere Flächenreserven. Mit dem heute (08.09.2009) während einer Pressekonferenz vorgestellten umfangreichen Fachbeitrag »Raum für Wirtschaft« der Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie der Handwerkskammern (HWKs) in Nordrhein-Westfalen positioniert sich die Wirtschaft für das kommende Aufstellungsverfahren des Landesentwicklungsplans (LEP 2025). Ihre Forderungen werden darin detailliert dargestellt.
Vor dem Hintergrund knapper Industrie- und Gewerbeflächen hat die Wirtschaft ihre Bedürfnisse analysiert und bewertet. Da der LEP 2025 die strukturpolitischen Weichen in NRW für die nächsten 15 Jahre stellt, will sich die Wirtschaft mit dem Fachbeitrag in die öffentliche und politische Diskussion einmischen.
Neben Positionen zu den Leitthemen Gewerbe, Verkehr, Energie und Rohstoffen wird der Fachbeitrag um landesweite und regionale volkswirtschaftliche Analysen von Professor Dr. Franz-Josef Bade von der Technischen Universität Dortmund untermauert.
»Wenn NRW seine Standortvorteile weiterhin effizient einsetzen und die Lagegunst in Europa nutzen will, sind ein ausreichendes Flächenangebot sowie eine leistungsfähige Infrastruktur und eine sichere Energieversorgung unverzichtbar«, sind sich die Präsidenten der IHK-Vereinigung NRW, Paul Bauwens-Adenauer, und des Westdeutschen Handwerkskammertages, Franz-Josef Knieps, einig. Der Fachbeitrag gehe auf diese Forderungen vertieft ein.
»Erfolge vieler Dienstleistungsunternehmen sind verbunden mit Wertschöpfungsprozessen der Industrie, die auch in Zukunft Flächen beanspruchen, besonders an Verkehrsachsen«, weiß Bauwens-Adenauer.
»Ein differenziertes Flächenangebot ist notwendig, aber auch die Standortsicherung z.B. für Handwerksbetriebe in städtischen Lagen«, ergänzt Knieps. Wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Gedeihen des Landes bleibe aber die Sicherung und der bedarfsgerechte Ausbau der Infrastruktur aller Verkehrsträger.
Schon im Aufbau des Fachbeitrags werde deutlich, dass die Potenziale und Herausforderungen in den einzelnen Regionen eine besondere Rolle spielen. »Wohlstand und Stärke NRWs begründen sich in der Verschiedenheit der Regionen und dessen Wirtschaftsstrukturen, deswegen brauchen die Regionen auch ihre eigenen Spielräume«, erläutern die Präsidenten übereinstimmend.
Der Fachbeitrag wurde gemeinsam von IHKs und HWKs erarbeitet sowie von deren Gremien verabschiedet und wird an die Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft in NRW verteilt.
Der Fachbeitrag Wirtschaft zum LEP ist zum Download unter www.handwerk-nrw.de/service im Bereich »Aktuelles« abzurufen.
