Nr. 03/09: 27.02.2009
Minister Karl-Josef Laumann: Vorausschauende Unternehmen nutzen die Wirtschaftskrise für berufliche Weiterbildung
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat die Unternehmen aufgerufen, gerade in der Wirtschaftskrise Beschäftigung zu sichern und die Belegschaften weiter zu qualifizieren.
»Kurzarbeit bietet die Chance, Fachkräfte im Betrieb zu halten und durch Weiterbildung für einen kommenden Wirtschaftsaufschwung fit zu machen. Vorausschauende Unternehmer müssen dann nicht erst wieder mühsam nach qualifizierten Arbeitskräften suchen.« Das sagte der Minister heute (27. Februar 2009) bei der Frühjahrs-Vollversammlung des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) in Düsseldorf.
Zeiten geringer Auslastung für die Weiterbildung zu nutzen, könne sich für die Unternehmen auch finanziell auszahlen, so der Minister weiter. Denn heute können während der Kurzarbeit bis zu 100 Prozent der Qualifizierungskosten durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.
»Dass die Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen der beruflichen Weiterbildung aufgeschlossen gegenüber stehen, hat die ‚Initiative für mehr Weiterbildung’ gezeigt, die wir gemeinsam mit dem Handwerk gestartet haben«, sagte Laumann. Auch der vom Land geförderte Bildungsscheck habe sich als sehr erfolgreicher Anreiz zur Weiterbildung erwiesen.
Die Kurzarbeit – so Laumann – sei für die Unternehmen durch das zweite Konjunkturpaket insgesamt noch attraktiver geworden. Danach wird nun die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit übernommen; bei der Verknüpfung von Kurzarbeit mit Qualifizierung werden sogar die vollen Sozialversicherungsbeiträge erstattet. Die Erhöhung der maximalen Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf 18 Monate sorge darüber hinaus für weitere Flexibilität.
Eine deutliche Entspannung – so Minister Laumann – habe es zu seiner großen Freude bei den Ausbildungsstellen gegeben. So sei die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge von 115.000 im Jahr 2006 auf 132.000 im Jahr 2007 gestiegen. »Aber auch hier gibt es noch Problemgruppen bei denen Handlungsbedarf besteht«, betonte der Minister. Daher unterstütze er beispielsweise das neue Instrument »Ausbildungsbonus« der Bundesregierung, das die Zahl der Altbewerber senken soll. Damit können allein in Nordrhein-Westfalen etwa 20.000 zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden.
Minister Karl-Josef Laumann betonte: »Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften in Industrie, Handel und Handwerk – wir sollten gemeinsam alles daran setzen die Wirtschaftskrise zu meistern und unseren Blick auf die Zukunft zu richten.«
Informationen zur Arbeitspolitik des Landes und zum Bildungsscheck unter www.mags.nrw.de.
