Nr. 49/08: 23.07.2008
»Initiative für mehr Weiterbildung« im Handwerk legt Projektbericht vor - Qualität von Weiterbildungsberatung bereits seit 2004 Thema in Nordrhein-Westfalen
Der Innovationskreis Weiterbildung, den die Bundesregierung im vergangenen Jahr mit dem Ziel eingesetzt hatte, Empfehlungen für die Zukunft der Weiterbildung und das Lernen im Lebenslauf zu erarbeiten, hat in seinem Abschlussbericht unter anderem angemahnt, »ein quantitativ ausreichendes und qualitativ hochwertiges Beratungsangebot sicherzustellen.« Dazu sei vor allem die Professionalität des Personals zu stärken, so der mit anerkannten Expertinnen und Experten besetzte Innovationsrat.
Mit der Förderung der Weiterbildungsberatung in der »Initiative für mehr Weiterbildung« im Handwerk in NRW, trägt das Landesarbeitsministerium zusammen mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) schon seit 2004 dazu bei, dem Bedarf von Betrieben und Beschäftigten nach kompetenter Beratung und nach Orientierungshilfen zu Weiterbildungsangeboten zu entsprechen. Mit vielen in diesem Projekt entwickelten Instrumenten und Standards konnte die Qualität der Beratung gesteigert werden. Die Ergebnisse, wie etwa die effizientere Laufbahnplanung in den Bildungszentren des Handwerks in NRW, können sich sehen lassen. »Die finanzielle Förderung meines Hauses mit den Mitteln des Europäischen Sozialfonds ist meines Erachtens gut angelegt«, ist Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen daher überzeugt.
Franz-Josef Knieps, Präsident des WHKT, ist zufrieden mit der Projektarbeit der sieben nordrhein-westfälischen Handwerkskammern: »Gerade der Austausch auf operativer Ebene zwischen den Handwerkskammern hat geholfen, neue Beratungskonzepte zu erproben und voneinander zu lernen.« Der WHKT legt als koordinierende Stelle, unterstützt von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des Handwerks in NRW e.V. (LGH) als Promotor, nun einen Projektbericht vor. Dieser nennt einige Beispiele von entwickelten Instrumenten und führt Berichte besonders gelungener Veranstaltungen auf Landesebene sowie einzelne Aspekte der Förderung auf. Bis Ende 2007 sind schon über 50.000 Menschen mit dem Projekt, das noch bis zum 31.12.2008 läuft, erreicht worden. Jedem Ratsuchenden sind die Perspektiven beruflicher Weiterbildung aufgezeigt worden, was eine immense Hilfe darstellt, wie auch Minister Laumann findet, der sich durch die Empfehlungen des Innovationskreises bestätigt sieht: »Ich bin davon überzeugt, dass durch eine qualifizierte und auf Berufswege ausgerichtete Bildungsberatung die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gesichert und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gesteigert wird.«
Die Broschüre wird an Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft versandt und kann kostenfrei beim WHKT bezogen oder unterwww.handwerk-nrw.de/initiative-weiterbildung heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie beim Westdeutschen Handwerkskammertag, Ansprechpartner: Ass. Alexander Faoro, E-Mail: alexander.faoro(at)handwerk-nrw.de
