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Nr. 32/08: 09.05.2008

Anstoß in der JVA Iserlohn
Sepp-Herberger-Stiftung startet integratives Fußballprojekt für jugendliche Straftäter

Unter dem Motto »Anstoß für ein neues Leben« hat die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 8. Mai 2008 in der JVA Iserlohn ein Fußballprojekt für Gefangene im Jugendstrafvollzug Nordrhein-Westfalens gestartet.

Dr. Theo Zwanziger, Präsident des DFB und Kuratoriumsvorsitzender der Sepp-Herberger-Stiftung, Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter sowie Franz-Josef Knieps, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages, unternahmen gemeinsam den symbolischen Anstoß.

Der Grundgedanke von »Anstoß für ein neues Leben« sind ein fußballerisches Sozialtraining während der Haft und Wiedereingliederungshilfen nach der Entlassung. Bei diesem bislang einzigartigen Projekt sollen insgesamt 90 nach dem Jugendstrafrecht verurteilte junge Männer und Frauen mit Hilfe des Fußballs auf das Leben nach der Haft vorbereitet werden. Schirmherr des ersten, künftig jährlich ausgetragenen Turniers von Mannschaften aus den Anstalten des Jugendstrafvollzugs um den Sepp-Herberger-Pokal ist Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers. Er will am 7. Juni in Iserlohn die Siegerehrung vornehmen.

Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist neben der Stiftung und dem Ministerium einer der Kooperationspartner von »Anstoß für ein neues Leben«. Die Dachorganisation des Handwerks will den jugendlichen Gefangenen nach ihrer Haft helfen, in den rund 160.000 Handwerksunternehmen und auch über die Landesgrenze hinaus eine Praktikumsstelle, eine Arbeitsstelle oder einen Ausbildungsplatz zu finden.

»Es ist der berufliche Alltag, der den Menschen prägt. Diese Chance muss auch für straffällig gewordene Jugendliche genutzt werden. In kleinen Betrieben bestehen soziale Einheiten, die unterstützen und korrigieren, die verloren gegangenen Halt bieten können. Das Handwerk und andere Klein- und Mittelbetriebe können über Beschäftigung und Ausbildung einen maßgeblichen Beitrag zur Reintegration leisten. Wenn sie etwas leisten sollen, brauchen sie aber eine Gegenleistung, nämlich das Engagement der Jugendlichen. Deshalb ist die Verknüpfung mit dem sportlichen Wettkampf eine vorbildliche Initiative der Sepp-Herberger-Stiftung,« so Franz-Josef Knieps.

Weitere Informationen zum Projekt »Anstoß für ein neues Leben« unter www.sepp-herberger.de

Bildmaterial finden Sie unter: www.handwerk-nrw.de/bildservice

 

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