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Nr. 16/08: 15.02.2008

Gute Konjunktur bescherte den Lehrlingswerbern viel Vermittlungsarbeit

Das Jahr 2007 war aus der Sicht der Wirtschaft sehr erfolgreich. Wachsende Umsätze und die Hoffnung auf lukrative Aufträge veranlassten die Unternehmen, deutlich mehr Ausbildungsplätze als in den Vorjahren zur Verfügung zu stellen.

Auch im Rahmen des Projekts »Verbesserung der Ausbildungssituation von Betrieben in NRW«, das mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU finanziert wird, war diese Entwicklung spürbar. Insbesondere in den Sommermonaten freuten sich die Lehrlingswerber über gute Vermittlungszahlen. So wurden in 2007 über 2.500 Jugendliche in Ausbildung vermittelt und mehr als 2.200 neue Ausbildungsstellen geschaffen. Insgesamt wurden dafür mehr als 22.000 Betriebe und fast 40.000 Jugendliche kontaktiert. Die Lehrlingswerber unternahmen fast 21.000 Vermittlungsversuche der Bewerber in Ausbildung, EQJ, Vollbeschäftigung oder Praktikum; 16.500 Versuche davon allein für die Vermittlung in Ausbildung. Für eine vermittelte Ausbildungsstelle waren also mehr als sechs Versuche notwendig.

Trotz positiver wirtschaftlicher Entwicklung und steigender Ausbildungsquoten ist die Arbeit der Lehrlingswerber nach wie vor unverzichtbar. Ihre funktionierenden Netzwerke und das über Jahre entwickelte Know-how sind neben der wirtschaftlichen Entwicklung für die positiven Zahlen mitverantwortlich.

Sowohl Firmen als auch Lehrkräfte, Eltern und Schüler vertrauen auf die verlässliche und nachhaltige Vermittlungsarbeit der Matcher. Nach wie vor existiert außerdem eine große Anzahl an Altbewerbern auf dem Ausbildungsmarkt, die eine spezielle, intensive Betreuung benötigen. Auch wissen Ausbildungsplatzbewerber selten von der großen Auswahl von circa 350 Ausbildungsberufen. Über die Hälfte aller Bewerber entscheidet sich für die drei bis vier bekanntesten Berufe. Daher ist es wichtig, den geeigneten Jugendlichen Beschäftigungsfelder vorzustellen, die unbekannt oder zunächst einmal fremd sind. Denn gerade in diesen Bereichen stecken beste Chancen für Karriere und Zukunft. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen haben Schwierigkeiten, selbst aktiv zu werden und eigenständig Auszubildende zu finden. Die passgenaue Vermittlung ist an diesen Stellen der entscheidende Faktor für funktionierende Ausbildungsbeziehungen.

Seit 2004 betreut der Westdeutsche Handwerkskammertag unter dem Motto »Verbesserung der Ausbildungssituation von Betrieben in NRW« Lehrlingswerber und Matcher, die mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden. Zu Beginn des Jahres 2007 wurde das Projekt noch einmal um 15 Stellen erweitert. In sieben Handwerkskammern, 14 Industrie- und Handelskammern und der Rechtsanwaltskammer Köln kümmern sich nun erstmalig insgesamt 42 Fachkräfte darum, die Ausbildungssituation in den Betrieben zu verbessern. Zehn von ihnen sind speziell im strukturschwachen Ziel 2-Gebiet aktiv.

Für weitere Informationen steht der Westdeutsche Handwerkskammertag (Angela Thiele, Telefon: 0211/3007-717, Fax: 0211/3007-900, E-Mail: angela.thiele) gerne zur Verfügung.

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Nr. 16/08: 15.02.2008