Nr. 61/07: 04.09.2007
Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW bei der (156.) WHKT-Vollversammlung - Armin Laschet: Frühe Bildung hat volkswirtschaftliche Bedeutung
Der nordrhein-westfälische Generationenminister Armin Laschet hat auf die Bedeutung frühkindlicher Bildung für die Wirtschaft hingewiesen. Bei der Vollversammlung des Westdeutschen Handwerkskammertages sagte Laschet heute (4. September 2007) in Raesfeld: »Wer frühzeitig in die Bildung künftiger Nachwuchskräfte investiert, verbessert nicht nur die Zukunftschancen unserer Jugend, sondern schafft auch eine wichtige Grundlage für mehr Wirtschaftswachstum.«
Die zahlreichen kleinen und mittelständischen Betriebe des Handwerks, das Rückgrat der nordrhein-westfälischen Wirtschaft, seien auf gut gebildete Nachwuchskräfte in besonderer Weise angewiesen, so Laschet. »Ein Schlüssel für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben liegt in der Sprache. Jugendliche, die unsere gemeinsame Sprache Deutsch nicht gut beherrschen, haben es später schwerer im Berufsleben. Die Landesregierung hat dies erkannt und die Unterstützung für unsere Kinder und Jugendliche auf eine neue Grundlage gestellt. Durch den massiven Ausbau der frühkindlichen Sprachförderung verhilft das Land immer mehr Kindern zu mehr Chancen für ihr späteres Leben. Die Ausgaben für die Sprachförderung sind von 7,5 Millionen Euro im Jahr 2005 auf über 17 Millionen Euro in 2007 gestiegen. Im kommenden Jahr werden es dann 28 Millionen Euro sein«, hob der Minister hervor.
Der Ausbau der frühkindlichen Bildung sei aber noch aus einem anderen Grund das Gebot der Stunde. »In einer immer älter werdenden Gesellschaft mit immer weniger Kindern und immer mehr älteren Menschen müssen wir vorhandene Potenziale besser nutzen. Wir können es uns nicht länger leisten, Kinder ohne Zukunftsperspektiven aus dem Kindergarten oder der Schule zu entlassen. Dies ist nicht nur eine humane Verpflichtung. Auch die Unternehmen suchen immer stärker nach qualifizierten Fachkräften«, so Laschet. Außerdem leiste frühkindliche Bildung auch einen wichtigen Beitrag zur Integration von Kindern aus Zuwandererfamilien. Auch davon profitiere die Wirtschaft. »Wir müssen alle Kinder mit den besten Chancen ausstatten - egal, ob sie aus deutschen Familien oder Zuwandererfamilien kommen«, betonte Laschet.
